Das Konzept der drei Phasen verfolgt zwei Ziele. Nach außen bietet es der Öffentlichkeitsarbeit drei verschiedene Anlässe, in die Gemeindegottesdienste einzuladen. Die Themenformulierungen schaffen dabei einen inneren Bezug zwischen der landesweiten Einladung und dem Geschehen vor Ort. Nach innen, also den Gemeinden, ermöglichen die Phasen, drei unterscheidbare Gesichter von Gottesdienst zu erproben und dabei zu prüfen, welche Chancen sich dadurch eröffnen.
Die Phasen können in allen Gottesdienstformaten durchgeführt werden, also im klassischen Gottesdienst, in Tauf- und Abendmahlsfeiern ebenso wie im Kindergottesdienst, Jugendgottesdienst, Zweitgottesdienst, Schulgottesdienst usw. Für Krankenhaus- und Heimgottesdienste eignen sich nicht alle drei Themen gleichermaßen, doch können auch hier liturgische Variationen geübt werden.
Die verschiedenen „Gesichter“ von Gottesdienst sind im Kern Profilierungen im bestehenden liturgischen Rahmen. Gottesdienste sind keine „Events“ im Sinne der Mediengesellschaft, die von Überraschungseffekten leben. Ein Gottesdienst wird da wirklich zum Ereignis (event), wo der Heilige Geist Menschen berührt und neu ausrichtet. Das kann man nicht planen oder machen. Wo aber ein Gottesdienst zwischen den Polen Verlässlichkeit und Lebendigkeit, Offenheit und Verdichtung gut ausbalanciert ist, stehen die Chancen dafür nicht schlecht.
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"Gottesdienstliche Balance" wird dieser letzte Gedanke theoretisch näher beleuchtet, unter
So funktioniert's folgen dann praktische Hinweise zum Konzept der drei Phasen.